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Die Bühne der „zweiten Haut“

Die Wirkung der Körpersprache gewinnt im öffentlichen Raum, in der und durch die mediale Inszenierung zunehmend an Bedeutung. Bild- und TV-Journalisten richten die Scheinwerfer der öffentlichen Aufmerksamkeit auf Menschen, auf deren persönlichen Ausdruck, auf ihre Mimik und Gestik. Der öffentlich präsentierte oder veröffentlichte, medial inszenierte Körperausdruck wird zur persönlichen Botschaft, ob gewollt oder ungewollt. Sozusagen zur zweiten Haut.

Menschen drängen auch auf die öffentliche Bühne, um sich zu zeigen, um gesehen zu werden und um durch die mediale Inszenierung ein Gefühl von Bedeutung zu bekommen.

Führungskräfte, Top-Manager und Politiker sowie andere öffentliche Personen werden dabei zu virtuellen Personen insoweit, als sie durch die mediale Inszenierung in den Köpfen der Medienkonsumenten ein Eigenleben entwickeln, das sie oft gar nicht beabsichtigen bzw. gegen das sie sich oft auch wehren.

Unter hoher Belastung, unter Stress kommt es zur unbewussten Aktivierung von typischen persönlichen Verhaltensmustern. Öffentliche Personen sind somit als virtuelle Personen einerseits künstlich erschaffen, andererseits spiegeln die Medien Wesensmerkmale und typische Verhaltensmuster der realen Person.

Die unterschiedlichen Medien zeigen jedoch nur jeweils einige typische Aspekte der Person. Das Ensemble dieser Zuschreibungen und inszenierten Auffälligkeiten spiegelt aber Grundzüge von Handlungsmustern der realen Person. Der virtuellen Person wird somit Leben eingehaucht. Sie trägt schließlich Züge von Menschen wie Du und ich. Sie könnte neben dem Medienkonsumenten auf der Couch vorm Fernseher sitzen.

Durch die Analysen der medialen Inszenierung öffentlicher Personen wird die Aufmerksamkeit auf typische Verhaltensmuster und Zuschreibungen in dem jeweiligen Kontext gelenkt. In den Analysen wird besonderer Wert gelegt auf die ausführliche Darstellung des medial inszenierten aber auch gebrochenen Profils besagter öffentlicher Personen, Top-Manager und Politiker. Es wird gleichzeitig Bezug genommen auf den jeweiligen beruflichen Kontext, in dem diese Personen ihre spezifische Wirkung entfalten (müssen). Ebenso geht es darum, differenziert und auf die jeweilige Person bezogen Wirkungen und Wirkungstendenzen abzuleiten, die sich aus den persönlichen Handlungsmustern ergeben. Und diese in ihrer Funktion zu benennen bzw. hieraus  erforderliche Handlungskonsequenzen abzuleiten.

 

„……durch den Blick des Anderen“

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